Hacks gehört nicht zu den Schriftstellern, die Gruppen bilden. Er steht zu seinen Freunden und Ansichten. Wenn beide sich sehr voneinander entfernen, bleibt er bei seinen Ansichten.
Wolfgang Kohlhaase
Aktuell
»Adam und Eva«-Inszenierung im ALI-Theater

»Die Christen … haben das Christentum verkleinert auf einen Rest von Sätzen über Gerechtigkeit, Tugend und die Herstellung einer würdigen Welt, lauter Sachen, auf die sich, Gott ist des Verfassers Zeuge, die Marxisten besser verstehen.«

In »Adam und Eva« wendet Peter Hacks die biblische Geschichte des Sündenfalls in eine formvollendete Komödie und entwirft sie als Urszene menschlicher Emanzipation. Der Verlust des Paradieses erscheint hier als das »große komische Bild vom Betreten der wirklichen Welt«, in dem sich das Geschöpf Gottes selbst als Schöpfer erkennt. Entstanden im Jahr 1972, ist dieses Stück zugleich ein heiter-ironisches Plädoyer für die Freiheit des Menschen und eine Reflexion über die Unerreichbarkeit vollkommener Verhältnisse.

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4. wissenschaftliche Hacks-Tagung – »Heitere Spiele über den Ausgang der Geschichte«

Peter Hacks und die Komödie im Kalten Krieg am 4. und 5. November 2011 im Magnus-Haus Berlin

Die Referate der Tagung werden im Februar 2012 im Aurora Verlag veröffentlicht.

Ein zusammenfassender Bericht von Jana König

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Von »störungsfreier« Kunst und dem »Verfall des Theaters«

Hacks_Theater_BiedermeierPeter Hacks unternahm in seiner bislang unveröffent-lichten Dissertation über »Das Theater des Biedermeier (1815–1840)« vom 13. August 1951 nicht weniger als den Versuch, »ein vollständiges Bild eines kulturgeschichtlichen Abschnitts zu vermitteln«. Die Untersuchung widmet sich dem gesellschaftlichen Stellenwert des Theaters, seinen soziologischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen und schließlich dem »Verfall« des Theaterlebens in dieser Epoche. Indem Hacks sich populären Gattungen zuwendet, leistet er nicht zuletzt einen frühen Beitrag zur Erforschung der ­Massen- und Trivialliteratur.

Das Buch »Das Theater des Biedermeier (1815–1840)« ist ab 10. August im Handel erhältlich!

 
Hamburger Streitgespräche in der jungen Welt

Thiel Ja Nein SagerIn der gestrigen Ausgabe der jungen Welt hat Jens Mehrle den Gesprächsband »Ja-Sager oder Nein-Sager« (Hrsg. Jens Thiel) vorge-stellt: »Der saure und der faule Apfel«.

Ein brisantes Zeugnis deutsch-deutscher Zeit- und Literatur-geschichte »Ja-Sager oder Nein-Sager«: Sollen, ja dürfen Schriftsteller die Politik ihres Staates bejahen? Oder müssen sie sich kritisch zu ihr verhalten? Bereits die Vorgeschichte des Streitgesprächs, zu dem DIE ZEIT im Frühjahr 1961 einlud, sorgte für Aufsehen: Eine vom Deutschen PEN-Zentrum Ost und West 1960 geplante Zusammenkunft prominenter Autoren aus beiden deutschen Staaten war vom Hamburger Polizeisenator verboten worden.

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Hacks-Gespräche 13

»Wie das Schicksal an der Tür klingelt, kommt Matthus zu Hacks«
Siegfried Matthus, der wohl erfolgreichste der DDR-Komponisten – auch als eine dramatis persona von Hacksens Aristophanes-Adaption Die Vögel anzutreffen – kreierte mit dem Dichter Anfang der Siebziger Jahre zwei gemeinsame Projekte für die Bühne (Noch einen Löffel Gift, Liebling?, Omphale), außerdem tritt er als Schicksalsfigur von Hacks in dessen opernästhetischer Geschichte meiner Oper auf.

Genug Gründe, sich nun von Regisseur Olaf Brühl zu all dem und insbesondere Peter Hacks be- und ausfragen zu lassen.

Hacks-Gespräche 13
Mittwoch, 28. September 2011, 19:30 Uhr
HABBEMA – Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft
Mülhauser Straße 6 / Hofgebäude Ecke Prenzlauer Allee
10405 Berlin
Eintritt: 5,-€/erm. 3,-€

 
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