Kindermund

Der Darsteller eines der bösen Vettern in Gregoreks Aufführung des »Armen Ritters« war plötzlich erkrankt. Die Regisseurin war eingesprungen und hatte ohne Probe die Rolle des Herrn Firlefanz übernommen, Hacks hatte sich auf einen Rangplatz gesetzt und leistete ihr seelischen Beistand und genoß den Spaß.

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»Analogiespiele« untersucht das Dramenwerk des DDR-Dramatikers Peter Hacks von 1960 bis 2002 entlang der Zentralbegriffe ‚Klassik‘ und ‚Romantik‘.
 Hacks entwickelte ab 1960 die Ästhetik der ‚sozialistischen Klassik‘, eine in seinen Augen zeitgemäße Aktualisierung der Formensprache und Kunsttheorie besonders der Weimarer Klassik auf Basis eines spezifischen Verständnisses von Sozialismus, begriffen als Spielart absolutistischer Herrschaft. Ab 1970 setzte er sich als Reaktion auf die verstärkte Rezeption romantischer AutorInnen in der DDR mit der Romantik auseinander, die er als überhistorisches ästhetisches und politisches Phänomen auffasste, das er entschieden ablehnte.

Rezension von Kai Köhler in der jungen Welt vom 21.3.2016

»Es gibt in der Republik nur zwei Dramatiker, und die sind verfeindet.«
(Peter Hacks)

Die Peter-Hacks-Gesellschaft hat erfreulicherweise Anlass, ein wichtiges Ereignis aus der Wissenschaftslandschaft mitzuteilen. Von der Philosophischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen ist am 15. Juli 2014 Ronald Weber mit der im folgenden näher beschriebenen Arbeit zum Dr. phil. promoviert worden:

Das antagonistische Drama des Sozialismus
Peter Hacks, Heiner Müller und der Streit im literarischen Feld der DDR


Die Dissertation ist unter dem Titel »Peter Hacks, Heiner Müller und das antagonistische Drama des Sozialismus«. Ein Streit im literarischen Feld der DDR im Verlag DE GRUYTER, ISBN 978-3-11-043917-5, 99,95 € erschienen.

Rezension von Kai Köhler in der jungen Welt vom 21.3.2016

Die App für Tablet-Computer, entwickelt vom Dresdner Start-up-Verlag Daktylos Media, basiert auf der Geschichte »Meta Morfoß«, einer der wohl witzigsten und fantastischsten Erzählungen der deutschen Kinderliteratur, geschrieben von Peter Hacks, einem der bekanntesten DDR-Schriftsteller. Die App enthält zusätzlich die russische Version des Textes von Hacks-Übersetzerin Ella Vengerova sowie die englische, die die Lyrikerin Uljana Wolf extra für das Projekt angefertigt hat.

Goetter»Klassiker sind Menschen, die vom Glück der Geburt und der geschichtlichen Lage gesegnet, mehr zu Wege brachten als die Menschen neben ihnen. Sie hatten es durch ihre Vorgezogenheit nicht leichter als wir, sicher schwerer. Aber wir rühmen sie nicht um ihrer Tugend willen, sondern um ihres Glücks. Sie nahmen in hohem Grade vorweg, was der Mensch sein kann. Sie haben die Götter arbeitslos gemacht. Sie sind heilig: in ihnen ehren wir den Menschen. Die Genies sind der Beweis der Hoffnung.«
Peter Hacks, Über das Revidieren von Klassikern

Hagen Hacks LiaisonNeujahr 1963 bahnt sich eine leidenschaftliche Liebe an: Eva-Maria Hagen, begehrter junger Filmstar und schon Mutter der kleinen Nina, und der Dichter Peter Hacks fangen Feuer füreinander. Daraus entstand eine intensive, turbulente Liebesgeschichte zwischen der umworbenen jungen Schauspielerin und dem Dramatiker Peter Hacks, der bald zu Weltruhm gelangen sollte.