Künstlerverfolgung in der DDR

Kurt Borkwar der Verfasser eines Aufsatzes »Sprech-Kor-Dichtungen«, welcher 1929 in der kommunistischen »Neuen Bücherschau« erschienen war. Es waren Leute dieser Art, die in den
Leitungen der kulturellen Einrichtungen der DDR saßen.

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Hacks2Deutschlandfunk
Samstag, 20. April, 20:05 Uhr
Hörspiel zum 85. Geburtstag von Peter Hacks
anschließend:
Die Sorgen und die Macht – Die Geschichte des vollendeten Dichters Dr. Peter Hacks.
Kurzer Lehrgang – aufgezeichnet von Wolfgang Rindfleisch

Einblicke in das vielgestaltige dramatische Werk von Peter Hacks
im Jahr seines 85. Geburtstages und 10. Todestages

Das Werk des Dramatikers Peter Hacks (21.3.1928-28.8.2003) ist trotz vieler Publikationen, Diskussionen, Internetforen und der jährlich veranstalteten internationalen wissenschaftlichen Tagung der Peter-Hacks-Gesellschaft gerade dort wenig präsent, wo das Publikum es erwartet: auf den Bühnen des Landes.

 

Hacks Shakespear1964 bearbeitete Peter Hacks auf Wunsch von Wolfgang Langhoff, bis 1963 Intendant des Deutschen Theaters Berlin, den ersten und zweiten Teil von Shakespeares »Heinrich IV.«. Er kondensierte den Zweiteiler auf Basis der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel auf die Spiellänge eines Abends, stellte einige Szenen um, übersetzte einige neu.

Das Stück, in dem sich die Szenen der Theateraufführung mit derbkomischen Jahrmarktsszenen abwechseln, ist eine besondere Herausforderung, da achtzehn Rollen von nur drei Darstellern verkörpert werden. Diese werden mit großer Spielfreude blitzschnell in immer andere Rollen schlüpfen.

 

»Die Christen … haben das Christentum verkleinert auf einen Rest von Sätzen über Gerechtigkeit, Tugend und die Herstellung einer würdigen Welt, lauter Sachen, auf die sich, Gott ist des Verfassers Zeuge, die Marxisten besser verstehen.«

In »Adam und Eva« wendet Peter Hacks die biblische Geschichte des Sündenfalls in eine formvollendete Komödie und entwirft sie als Urszene menschlicher Emanzipation. Der Verlust des Paradieses erscheint hier als das »große komische Bild vom Betreten der wirklichen Welt«, in dem sich das Geschöpf Gottes selbst als Schöpfer erkennt. Entstanden im Jahr 1972, ist dieses Stück zugleich ein heiter-ironisches Plädoyer für die Freiheit des Menschen und eine Reflexion über die Unerreichbarkeit vollkommener Verhältnisse.