Die Julklapp-Organisation

Die Golden Sixties der DDR, in denen die Wirtschaft gedieh, die Kultur blühte und die Parties rauschten, sind in Hacks' Erinnerung verkörpert in Gestalt des Julklappkränzchens. Die hauptsächlichen Cadres des Kränzchens waren vier Ehepaare, Hacks und Wiede, Manfred Krug und seine Frau Ottilie, Guy de Chambure und die Schauspielerin Christine Gloger vom Berliner Ensemble und die Nichtdrehbuchautoren Heinz Kahlau und Gisela Steineckert; die letztern lebten von Drehbüchern, welche die Defa regelmäßig ankaufte, aber niemals verfilmte.

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Das erste Programm unter dem Titel »Wie haben wir das nur überstanden?« spannt den Bogen von solch weltbewegenden Themen wie dem Euro, Angela Merkel, Alzheimer und Josef Ackermann bis hin zu Führungsoffizieren, Helmut Kohl, Terroristen, dem Politbüro und den unvermeidlichen Bananen.
Die Musik liefern die Herren Paul McCartney, John Lennon, Keith Richards, Ray Davis, Bob Dylan, Chuck Berry, Graham Nash, Eddie Cochran u.v.a., die deutschen Texte steuern die Herren Cikan & Fruck bei.

Tagung3»Romantik« - das ist für die einen Inbegriff von Künstlertum, Kreativität und Entgrenzung der Phantasie, für andere politische Reaktion, Form- und Leistungsverweigerung und Vernunftzerstörung. Die jüngste wissenschaftliche Tagung der Peter-Hacks-Gesellschaft widmete sich diesem nicht nur für Hacks zentralen Kunst-, Epochen- und ideologischen Streitbegriff, der auch im Mittelpunkt der literarischen und kulturpolitischen Debatten in der DDR seit Mitte der siebziger Jahre stand.

Das HABBEMA hat eine erfolgreiche Premiere erlebt: Am Mittwoch, dem 9. Februar, wurde vor ausverkauftem Haus ein selten gespieltes Hacks-Stück gezeigt. Cox Habbema hatte sich »Musen« ausgesucht, um einen ganz besonderen Akzent zu setzen.
Vorgeführt wurde zunächst die Fassung des DDR-Fernsehens von 1981, in der Karin Gregorek, Eberhard Esche und Wolfgang Hoßfeld herausragend agierten.

Das HABBEMA hat eine erfolgreiche Premiere erlebt: Am Mittwoch, dem 9. Februar, wurde vor ausverkauftem Haus ein selten gespieltes Hacks-Stück gezeigt. Cox Habbema hatte sich »Musen« ausgesucht, um einen ganz besonderen Akzent zu setzen.
Vorgeführt wurde zunächst die Fassung des DDR-Fernsehens von 1981, in der Karin Gregorek, Eberhard Esche und Wolfgang Hoßfeld herausragend agierten. Doch hatte man seinerzeit lediglich drei der vier Auftritte aufgezeichnet: Man sieht also Goethe enerviert an seiner Köchin Charlotte Hoyer scheitern, nimmt teil an der seelenvollen Selbstaufopferung der Charlotte Stieglitz für ihren Mann, den vermeintlich großen Dichter Heinrich Stieglitz, der groß allein in seinem Selbstmitleid und phrasenhaften Versen ist, und man erfährt noch mehr über Größenwahn und kaltes Kalkül in der Begegnung von Richard Wagner und Cosima von Bülow, die der Freund und Ehemann Hans von Bülow unglücklich stört.


Die Peter-Hacks-Gesellschaft hat erneut einen beachtenswerten Beitrag geleistet, Werk und Wirken des Dichters Peter Hacks weiter zu popularisieren, mit Veranstaltungen zu würdigen und mit Erkenntnisgewinn zu beleuchten.

Die wissenschaftliche Tagung zum Thema „Hacks und die Romantik“ am 6. November 2010 war ein Höhepunkt der akademischen Beschäftigung mit dem literarisch-politischen Spannungsverhältns zwischen Hacks und der Romantik. Erfreulich und hoffnungsvoll war der hohe Anteil von jüngeren Referenten, die ihr wissenschaftliches Interesse an Peter Hacks eindrucksvoll demonstrierten.