Früherkennung

Zu dem berühmten Theaterdichter Peter Hacks kam im Sommer 1956 ein Anfänger. Er führte zwei Einakter, »Der Lohndrücker« und »Die Korrektur«, mit sich; er forderte Hacks auf, ihn höheren Ortes zu empfehlen und ihm Geld zu verschaffen.

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Das HABBEMA hat eine erfolgreiche Premiere erlebt: Am Mittwoch, dem 9. Februar, wurde vor ausverkauftem Haus ein selten gespieltes Hacks-Stück gezeigt. Cox Habbema hatte sich »Musen« ausgesucht, um einen ganz besonderen Akzent zu setzen.
Vorgeführt wurde zunächst die Fassung des DDR-Fernsehens von 1981, in der Karin Gregorek, Eberhard Esche und Wolfgang Hoßfeld herausragend agierten. Doch hatte man seinerzeit lediglich drei der vier Auftritte aufgezeichnet: Man sieht also Goethe enerviert an seiner Köchin Charlotte Hoyer scheitern, nimmt teil an der seelenvollen Selbstaufopferung der Charlotte Stieglitz für ihren Mann, den vermeintlich großen Dichter Heinrich Stieglitz, der groß allein in seinem Selbstmitleid und phrasenhaften Versen ist, und man erfährt noch mehr über Größenwahn und kaltes Kalkül in der Begegnung von Richard Wagner und Cosima von Bülow, die der Freund und Ehemann Hans von Bülow unglücklich stört.


Die Peter-Hacks-Gesellschaft hat erneut einen beachtenswerten Beitrag geleistet, Werk und Wirken des Dichters Peter Hacks weiter zu popularisieren, mit Veranstaltungen zu würdigen und mit Erkenntnisgewinn zu beleuchten.

Die wissenschaftliche Tagung zum Thema „Hacks und die Romantik“ am 6. November 2010 war ein Höhepunkt der akademischen Beschäftigung mit dem literarisch-politischen Spannungsverhältns zwischen Hacks und der Romantik. Erfreulich und hoffnungsvoll war der hohe Anteil von jüngeren Referenten, die ihr wissenschaftliches Interesse an Peter Hacks eindrucksvoll demonstrierten.

 

Am 11. Dezember 2010 feierte Peter Hacks' Stück »Der Maler des Königs« am Meiniger Theater (Kammerspiele) Premiere. Die 1991 entstandene Parabel auf Untergangs- und Wendezeiten kam nun in den Kammerspielen zur Uraufführung. In ihr thematisiert der 1955 in die DDR eingereiste Autor das Zusammenwirken von Kunst, Politik und Gesellschaft. Regie führt Christian Martin Claas.

Erste Pressestimmen zur Aufführung »Der Maler des König«:


Interview mit dem Regisseur Christian Claas (Main Echo, 06.01.2011)

»Growing Nervous: Lord Byrons antiromantische Romantik«?
Videomitschnitte vom Vortrag und anschließender Diskussion

DSC06161Am 6. November fand im Berliner Magnus-Haus die dritte wissenschaftliche Tagung der Peter-Hacks-Gesellschaft statt: »Salpeter im Haus. Peter Hacks und die Romantik«. Im März 2011 erscheint im Aurora Verlag passend dazu der Vortragsband mit allen Beiträgen der Referenten.