Du bist doch kein Ausbeuter ...

Wie gewöhnlich hatte Brecht verabsäumt, sich um die urheberlichen Bewandtnisse des »Held der westlichen Welt« zu kümmern. Der Suhrkampverlag bemerkte, wie weit und wie hoch Brecht sich in das Unternehmen eingelassen hatte, und forderte für das Aufführungsrecht und das Recht an der von ihm vertretenen Laienübersetzung unverschämte 7,5 % der Tantième, welche ja bei den Theatern 10 % der Abendkasse beträgt.

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Der langjährigen Moderator des RBB-Senders „Fritz“ inszeniert im Deutschen Theater Berlin das Skandalstück Die Sorgen und die Macht von Peter Hacks und spielt auch selbst mit. Friedhelm Teicke und Tobias Schwartz sprachen mit Jürgen Kuttner über Peter Hacks. Das gesamte Interview können Sie auf der Internetseite der Märkischen Allgemeinen nachlesen. 

PeterHacksWohnung»Schönhauser Allee 129, fünfter Stock – dort wohnte vierzig Jahre bis zu seinem Tod 2003 der Dichter Peter Hacks gemeinsam mit seiner Frau Anna-Elisabeth Wiede.

Am Samstag, 6. November 2010, fand zum Thema »Salpeter im Haus. Peter Hacks und die Romantik« die dritte wissenschaftliche Tagung der Peter Hacks-Gesellschaft mit acht wissenschaftlichen Vorträgen statt.


Tagungsprogramm:

10.00 Uhr Dr. Kai Köhler, Berlin   
Kleist bei Hacks

10.45 Uhr Bernadette Grubner, Berlin   
So jagen Schatten Schatten – Romantik in »Rosie träumt«

11.30 Uhr Dr. Detlef Kannapin, Berlin       
Warum hat Peter Hacks Carl Schmitts »Politische Romantik« ignoriert?
Hacks' Stück schildert den Niedergang eines Großreiches, der durch die Zersetzungsbestrebungen einer christlichen Fronde befördert wird. Andererseits wurde die Heldin Rosvitha in der Rezeption meist als Trägerin einer verfrühten Utopie aufgefasst. Im Vortrag werden diese Betrachtungsweisen aufgeschlüsselt; anschließend wird behauptet, dass sie sich vermitteln lassen. Das Ergebnis ist nicht nur eine Stückinterpretation; es wird auch eine differenzierte Sichtweise auf Hacks' Romantikschelte vorgeschlagen.

12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause

Hacks war nicht wenig stolz darauf, die einzige deutsche Übersetzung des Begriffs Ästhetik geliefert zu haben: die Maßgaben der Kunst. So auch der Titel seiner gesammelten gültigen Essays zu kunstphilosophischen, poetologischen und gattungstheoretischen Fragen. Sie alle erörtert er systematisch, brillant und mit einem geschichtlichen Verständnis, das der Kunst die schönste Rolle bei der Entwicklung der menschlichen Gattung zuweist.

DrosteDas Erscheinen der fünfbändigen Ausgabe »Berlinische Dramaturgie« war Anlass für eine Buchvorstellung im Literaturforum im Brecht-Haus am 17. Juni. Zum Pressegespräch des Aurora Verlags kamen knapp zwanzig Neugierige. Sie wurden von Verleger Dr. Matthias Oehme begrüßt und über Entstehung und Entwicklung des aufwendigen Editionsprojekts informiert. Die beiden Herausgeber, Thomas Keck und Jens Mehrle, stellten die fünf Bände im einzelnen vor, schilderten die Arbeit der Arbeitsgruppen, die Hacks in der Akademie der Künste gleich nach seiner Aufnahme ins Leben gerufen hatte, und gaben einen Überblick über Teilnehmer und Themen.