Du bist doch kein Ausbeuter ...

Wie gewöhnlich hatte Brecht verabsäumt, sich um die urheberlichen Bewandtnisse des »Held der westlichen Welt« zu kümmern. Der Suhrkampverlag bemerkte, wie weit und wie hoch Brecht sich in das Unternehmen eingelassen hatte, und forderte für das Aufführungsrecht und das Recht an der von ihm vertretenen Laienübersetzung unverschämte 7,5 % der Tantième, welche ja bei den Theatern 10 % der Abendkasse beträgt.

Weiterlesen ...

Cox Habbema ist am Montag, dem 18.4., in Amsterdam gestorben, still, friedlich und im Alter von 72 Jahren.  Sie hat lange in der DDR gelebt, war Schauspielerin am Deutschen Theater und bei der DEFA, sie war mit Eberhard Esche verheiratet und mit Peter Hacks befreundet. Die Uraufführung seines Stücks „Senecas Tod“ war ihr Regiedebüt am Deutschen Theater. Mitte der 80er Jahre ging sie zurück in die Niederlande und war dort bis 1996 Direktorin des Amsterdamer Stadttheaters Stadsschouwburg. Den Freunden und Kollegen im Osten Deutschlands blieb sie auch nach 1989 treu. Und schließlich kam sie nach Berlin und gründete mit Freunden von der Peter-Hacks-Gesellschaft ein kleines Theater, das ihren Namen trug und fünf Jahre ein schönes Programm machte, für das sie sich sehr engagierte. 

Bislang erschienen die Beiträge der Hacks-Tagungen jeweils in einem Sammelband; sieben davon liegen bereits vor.
Erscheinungsweise und -termin werden sich ab jetzt ändern. Die Beiträge der achten Hacks-Tagung (»›Mein bester Wurf ist Eva‹ - Geschlechterverhältnisse bei Hacks«) werden im September 2016 in einem neubegründeten »Jahrbuch der Peter-Hacks-Gesellschaft« erscheinen.

Einblicke in das vielgestaltige dramatische Werk von Peter Hacks
im Jahr seines 85. Geburtstages und 10. Todestages

Das Werk des Dramatikers Peter Hacks (21.3.1928-28.8.2003) ist trotz vieler Publikationen, Diskussionen, Internetforen und der jährlich veranstalteten internationalen wissenschaftlichen Tagung der Peter-Hacks-Gesellschaft gerade dort wenig präsent, wo das Publikum es erwartet: auf den Bühnen des Landes.

 

Hacks Shakespear1964 bearbeitete Peter Hacks auf Wunsch von Wolfgang Langhoff, bis 1963 Intendant des Deutschen Theaters Berlin, den ersten und zweiten Teil von Shakespeares »Heinrich IV.«. Er kondensierte den Zweiteiler auf Basis der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel auf die Spiellänge eines Abends, stellte einige Szenen um, übersetzte einige neu.

Das Stück, in dem sich die Szenen der Theateraufführung mit derbkomischen Jahrmarktsszenen abwechseln, ist eine besondere Herausforderung, da achtzehn Rollen von nur drei Darstellern verkörpert werden. Diese werden mit großer Spielfreude blitzschnell in immer andere Rollen schlüpfen.