Du bist doch kein Ausbeuter ...

Wie gewöhnlich hatte Brecht verabsäumt, sich um die urheberlichen Bewandtnisse des »Held der westlichen Welt« zu kümmern. Der Suhrkampverlag bemerkte, wie weit und wie hoch Brecht sich in das Unternehmen eingelassen hatte, und forderte für das Aufführungsrecht und das Recht an der von ihm vertretenen Laienübersetzung unverschämte 7,5 % der Tantième, welche ja bei den Theatern 10 % der Abendkasse beträgt.

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Hacks Shakespear1964 bearbeitete Peter Hacks auf Wunsch von Wolfgang Langhoff, bis 1963 Intendant des Deutschen Theaters Berlin, den ersten und zweiten Teil von Shakespeares »Heinrich IV.«. Er kondensierte den Zweiteiler auf Basis der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel auf die Spiellänge eines Abends, stellte einige Szenen um, übersetzte einige neu.

Die Proben mit Langhoff in der Titelrolle und Klaus Piontek als Prinzen wurden jedoch im März 1965 jählings abgebrochen. Es dauerte 15 Jahre, bis sich das Berliner Schillertheater Hacks' Bearbeitung annahm und sie uraufführte.

Der Text ist nun erstmals in gedruckter Form zugänglich und ab sofort überall im Buchhandel als Buch »Shakespeares König Heinrich der Vierte« erhältlich.