Eine Pinselei

Peter Hacks wollte eine Lesung von Thomas Mann in München besuchen und fand sie ausverkauft. Er bezog an der Eingangstür Posten, und als der Dichter erschien, hielt er ihm das Couvert eines Briefes entgegen, das er für den Notfall eingesteckt hatte. Sie lassen mich nicht hinein, klagte er, beleidigt, wie er sich fühlte.

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Hacks Shakespear1964 bearbeitete Peter Hacks auf Wunsch von Wolfgang Langhoff, bis 1963 Intendant des Deutschen Theaters Berlin, den ersten und zweiten Teil von Shakespeares »Heinrich IV.«. Er kondensierte den Zweiteiler auf Basis der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel auf die Spiellänge eines Abends, stellte einige Szenen um, übersetzte einige neu.

Die Proben mit Langhoff in der Titelrolle und Klaus Piontek als Prinzen wurden jedoch im März 1965 jählings abgebrochen. Es dauerte 15 Jahre, bis sich das Berliner Schillertheater Hacks' Bearbeitung annahm und sie uraufführte.

Der Text ist nun erstmals in gedruckter Form zugänglich und ab sofort überall im Buchhandel als Buch »Shakespeares König Heinrich der Vierte« erhältlich.