Die Julklapp-Organisation

Die Golden Sixties der DDR, in denen die Wirtschaft gedieh, die Kultur blühte und die Parties rauschten, sind in Hacks' Erinnerung verkörpert in Gestalt des Julklappkränzchens. Die hauptsächlichen Cadres des Kränzchens waren vier Ehepaare, Hacks und Wiede, Manfred Krug und seine Frau Ottilie, Guy de Chambure und die Schauspielerin Christine Gloger vom Berliner Ensemble und die Nichtdrehbuchautoren Heinz Kahlau und Gisela Steineckert; die letztern lebten von Drehbüchern, welche die Defa regelmäßig ankaufte, aber niemals verfilmte.

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Einblicke in das vielgestaltige dramatische Werk von Peter Hacks
im Jahr seines 85. Geburtstages und 10. Todestages

Das Werk des Dramatikers Peter Hacks (21.3.1928-28.8.2003) ist trotz vieler Publikationen, Diskussionen, Internetforen und der jährlich veranstalteten internationalen wissenschaftlichen Tagung der Peter-Hacks-Gesellschaft gerade dort wenig präsent, wo das Publikum es erwartet: auf den Bühnen des Landes.

Mit der Fortführung der Reihe »Stücke von Hacks« wird 2013, im Jahr seines 85. Geburtstages und 10. Todestages, versucht, mit Schauspielern, Regisseuren, Dramaturgen das dramatische Werk von Hacks in Form von szenischen Lesungen zu entdecken. Ergänzung findet die Reihe durch Gespräche mit Theaterleuten, Wissenschaftlern und Filmbeispielen dokumentierter Inszenierungen. Der Ort ist die Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft »HABBEMA«. Hier wird monatlich ein neu erarbeitetes Stück präsentiert, nachdem »Musen«, »Fafner, die Bisam-Maus«, »Der Geldgott«, »Margarete in Aix«, »Maries Baby« und »Die Fische« bereits erfolgreich gezeigt worden sind.

Die Lesereihe wird mit »Der Held der westlichen Welt« und »Fredegunde« im April, »Polly« und »Der Bischof von China« im Mai, »Die unadelige Gräfin« und »Senecas Tod« im Juni  und mit »Der Frieden« im Juli fortgesetzt – letztere beide dargeboten von Studenten der Schauspielschule »Ernst Busch«, angeleitet von Kerstin Hensel. Die Herbstspielzeit eröffnet Simone von Zglinicki mit  »Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe« im DT. Geplant sind weiterhin eine Aufführung der Oper »Da Capo« (von Mozart und Hacks nach »Der Schauspieldirektor«), außerdem »Die Höflichkeit der Genies« mit Cox Habbema, »Maries Baby« und »Armer Ritter«.

Der 85. Geburtstag des Dichters am 21. März wird im HABBEMA mit einem langen Hacks-Abend begangen. Neben Essays, Gedichten und Geschichten werden zwei besonders aktuelle Stücke, »Der Geldgott« und »Fafner, die Bisam-Maus«, sowie verschiedenerlei Getränke dargeboten.