Leitwort

Der Komponist Baby Faber hatte sich in Hacks’ frühen Münchener Jahren ein wenig seiner angenommen, erzählte ihm auch manche Begebenheiten und Erlebnisse.

Als die Nazis in zunehmendem Maße auf die Rassenfrage zu sprechen kamen, hatte Faber für angezeigt befunden, für eine Weile in einer psychiatrischen Anstalt Unterkunft zu suchen.

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Hacks GegenteilDass ein gesellschaftlich-politisches Ideal, obwohl nie erreichbar, stets anzustreben sei, um Fortschritt überhaupt zu ermöglichen, gehört zu den Grundannahmen in Peter Hacks' Utopieauffassung.

Mit deren Charakter, ihren Wandlungen und ihrem Niederschlag im Werk (u.a. in »Das Vaterland«, »Die Sorgen und die Macht«, Russen-Trilogie) befassten sich die Tagungsteilnehmer in sieben Referaten und anregenden Diskussionen am 3. November 2012 in Berlin. In der Podiumsdiskussion umrissen die Teilnehmer offene Fragen und zeigten auf, wie ergiebig das Thema für die Literaturforschung zu Hacks und der DDR, aber auch für aktuelle politische Debatten noch ist.

Der Tagungsband »... und nehmt das Gegenteil. Gesellschaftsutopien bei Hacks« enthält sämtliche Tagungsbeiträge von Dieter Kraft, Felix Bartels, Detlef Kannapin, Leonore Krenzlin, Jens Mehrle, Ute Baum und Kai Köhler, einen Tagungsbericht von Jette Schwarz und Martin Küpper sowie den Bericht vom vierten Nachwuchstreffen für Studierende und Nachwuchswissenschaftler (Kai Köhler), zudem ein ergänzendes Referat von Marcus Dick über die »Utopie des Gutgemachten« und ein Essay von Olaf Brühl über Hacks' am Vorabend der Tagung durch die Berliner Brûlerie präsentierte Nachwende-Komödie »Der Geldgott«.

Der aktuelle Tagungsband »... und nehmt das Gegenteil. Gesellschaftsutopien bei Hacks« ist soeben im Aurora Verlag erschienen.