Ist denn die Kunst wirklich nur dazu da, die verdammten albernen, vorübergehenden Peinlichkeiten einer Zeit vorzuführen oder ist sie nicht vielleicht dazu da, ausgehend von dem Material, das die Zeit anbietet, Lösungen zu finden und die Möglichkeiten einer Zeit zu untersuchen im Hinblick auf die Möglichkeiten, die die Menschheit als solche hat?
Peter Hacks
Berlinische Dramaturgie
SchuberAm 7. Mai 1990 fand die letzte Sitzung der von Peter Hacks geleiteten Arbeitsgruppen über Dramatik, Ästhetik und Technik des Theater in der Akademie der Künste statt. Pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum sind soeben die Protokolle dieser Gespräche als »Berlinische Dramaturgie« im Aurora Verlag Berlin erschienen.
Erstmals machen Thomas Keck und Jens Mehrle so in fünf Bänden und auf nahezu 2.300 Seiten eine einzigartige ästhetische Debatte des 20. Jahrhunderts als Arbeitsmaterial einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

»Ein Schatz, eine geistige, künstlerische und rhetorische Arbeit, von der heutige Theaterleute sofort und direkt profitieren könnten ...« (Wiglaf Droste)