Du bist doch kein Ausbeuter ...

Wie gewöhnlich hatte Brecht verabsäumt, sich um die urheberlichen Bewandtnisse des »Held der westlichen Welt« zu kümmern. Der Suhrkampverlag bemerkte, wie weit und wie hoch Brecht sich in das Unternehmen eingelassen hatte, und forderte für das Aufführungsrecht und das Recht an der von ihm vertretenen Laienübersetzung unverschämte 7,5 % der Tantième, welche ja bei den Theatern 10 % der Abendkasse beträgt.

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Hacks war nicht wenig stolz darauf, die einzige deutsche Übersetzung des Begriffs Ästhetik geliefert zu haben: die Maßgaben der Kunst. So auch der Titel seiner gesammelten gültigen Essays zu kunstphilosophischen, poetologischen und gattungstheoretischen Fragen. Sie alle erörtert er systematisch, brillant und mit einem geschichtlichen Verständnis, das der Kunst die schönste Rolle bei der Entwicklung der menschlichen Gattung zuweist.
In der deutschen Essayistik ist seit Goethe, Schiller und Heine nicht leicht Gleichwertiges zu finden. Die Fassung, die Hacks seinen »Maßgaben« 2003 für die Werke (15-bändige Werkausgabe erschienen im Eulenspiegel Verlag, Band 13-15 »Die Maßgabend der Kunst) letzter Hand gab, erscheint nun bei Suhrkamp erstmals in einer einbändigen Ausgabe, ergänzt um ein Nachwort von Dietmar Dath.