Früherkennung

Zu dem berühmten Theaterdichter Peter Hacks kam im Sommer 1956 ein Anfänger. Er führte zwei Einakter, »Der Lohndrücker« und »Die Korrektur«, mit sich; er forderte Hacks auf, ihn höheren Ortes zu empfehlen und ihm Geld zu verschaffen.

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Am Samstag, 6. November 2010, fand zum Thema »Salpeter im Haus. Peter Hacks und die Romantik« die dritte wissenschaftliche Tagung der Peter Hacks-Gesellschaft mit acht wissenschaftlichen Vorträgen statt.


Tagungsprogramm:

10.00 Uhr Dr. Kai Köhler, Berlin   
Kleist bei Hacks

10.45 Uhr Bernadette Grubner, Berlin   
So jagen Schatten Schatten – Romantik in »Rosie träumt«

11.30 Uhr Dr. Detlef Kannapin, Berlin       
Warum hat Peter Hacks Carl Schmitts »Politische Romantik« ignoriert?
Hacks' Stück schildert den Niedergang eines Großreiches, der durch die Zersetzungsbestrebungen einer christlichen Fronde befördert wird. Andererseits wurde die Heldin Rosvitha in der Rezeption meist als Trägerin einer verfrühten Utopie aufgefasst. Im Vortrag werden diese Betrachtungsweisen aufgeschlüsselt; anschließend wird behauptet, dass sie sich vermitteln lassen. Das Ergebnis ist nicht nur eine Stückinterpretation; es wird auch eine differenzierte Sichtweise auf Hacks' Romantikschelte vorgeschlagen.

12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause


13.30 Uhr Prof. Theodore Ziolkowski, Princeton
Seneca als Romantiker – Peter Hacks' Auffassung der Romantik

14.15 Uhr Ronald Weber, Berlin   
Die »allerheutigsten Kriege« – Peter Hacks im literarischen Feld der DDR 1976/77

15.00 Uhr Dr. Leonore Krenzlin, Berlin   
Die Romantikwelle. Zum Paradigmenwechsel in der DDR-Literatur der siebziger Jahre

15.45 Uhr Dr. Nikolas Immer, Trier   
Literaturgeschichte als Provokation – Zu Peter Hacks’ kritischer Abrechnung mit der Romantik

16.30 Uhr Dietmar Dath, Freiburg   
Growing Nervous: Lord Byrons antiromantische Romantik

18.00 Uhr Podiumsgespräch mit allen Vortragenden

Termin: Samstag, 6. November, 10 Uhr bis 19 Uhr
Tagungsort: Magnus-Haus, Am Kupfergraben 7, 10117 Berlin-Mitte


Die Referate der Tagung wurden im Februar 2011 im Aurora Verlag veröffentlicht.