Ermutigung

Hacks’ Bühnenlaufbahn begann sehr glücklich mit der Uraufführung des Columbusschauspiels »Eröffnung des indischen Zeitalters« 1954 an den Münchner Kammerspielen. Nachdem er sich oft hatte verbeugen dürfen, stürzte Erich Kästner, dem er nicht vorgestellt war, auf ihn zu und schüttelte seine Hand.

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Die Peter-Hacks-Gesellschaft hat erneut einen beachtenswerten Beitrag geleistet, Werk und Wirken des Dichters Peter Hacks weiter zu popularisieren, mit Veranstaltungen zu würdigen und mit Erkenntnisgewinn zu beleuchten.

Die wissenschaftliche Tagung zum Thema „Hacks und die Romantik“ am 6. November 2010 war ein Höhepunkt der akademischen Beschäftigung mit dem literarisch-politischen Spannungsverhältns zwischen Hacks und der Romantik. Erfreulich und hoffnungsvoll war der hohe Anteil von jüngeren Referenten, die ihr wissenschaftliches Interesse an Peter Hacks eindrucksvoll demonstrierten.

 

Der Protokollband der Tagung wird im Frühjahr kommenden Jahres im Aurora Verlag erscheinen. Im Umfeld der Tagung fand wieder ein Arbeitstreffen für Studierende und Nachwuchswissenschaftler unter Leitung von Dr. Kai Köhler statt, und am Vorabend erfreuten Gunter Schoß und Ute Falkenau mit einem Hacks-Programm das Publikum im Palais am Festungsgraben.

In den "Hacks-Gesprächen", die 2009 begonnen und in diesem Jahr mit fünf Veranstaltungen fortgesetzt wurden, haben Theaterschaffende über ihre Erfahrungen bei Inszenierungen von Hacks-Stücken und die Zusammenarbeit mit dem Dichter berichtet. Unter der sachkundigen Gesprächsleitung von Karl-Heinz Müller konnten wir so sehr persönliche und anregende Berichte und Reflektionen von Wolfram Krempel, Brigitte Soubeyran, Kurt Veth, Klaus Gendries, Klaus Tews, Ursula Karusseit und Tom Kühnel einem interessierten Publikum vorstellen und auch dokumentieren.

Ein wichtiges Aufgabenfeld der Peter-Hacks-Gesellschaft ist die Förderung von Editionen im AURORA Verlag, die sich mit dem Werk und dem Leben von Peter Hacks beschäftigen. Hier ist mit den von Thomas Keck und Jens Mehrle herausgegebenen Gesprächsprotokollen der von Peter Hacks geleiteten Akademiearbeitsgruppen unter dem Titel „Berlinische Dramaturgie“ ein Standardwerk für künftige Hacks-Forscher erschienen.

Neu gestaltet wurde die Website der Peter-Hacks-Gesellschaft, über ihre Aktivitäten wird nun attraktiver und effektiver informiert. Auch andere Veranstaltungen zu Hacks und Inszenierungen von Hacks-Stücken, die im letzten Jahr erfreulich zugenommen haben, werden hier vermeldet und kommentiert.

Die Peter-Hacks-Gesellschaft hat ihre Aktivitäten mit ausschließlich ehrenamtlichem Engagement und minimalen finanziellen Mitteln verwirklicht. Gedankt sei allen, die dazu einen Beitrag geleistet haben, etwa die Mitglieder der Vorbereitungsgruppe für die wissenschaftlichen Tagungen der Peter-Hacks-Gesellschaft, die Referenten und Tagungsleiter, der Moderator und die Mitwirkenden der Hacks-Gespräche, die Eulenspiegel Verlagsgruppe und ihre Mitarbeiter/innen sowie die verschiedenen Spender und Sponsoren.

Im kommenden Jahr wird die Gesellschaft über eine eigene Spielstätte in der Prenzlauer Allee in Berlin verfügen. Im „Habbema“, der „Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft e.V.“ werden zukünftig Lesungen, Diskussionsrunden und kleinere theatralische Aufführungen stattfinden. Betrieben wird die Spielstätte von unserer Gesellschaft gemeinsam mit der Schauspielerin, Regisseurin und Theaterleiterin Cox Habbema, deren großzügige Unterstützung dieses Projekt ermöglicht hat. Ende Januar soll es losgehen, und wir werden rechtzeitig über die ersten Veranstaltungen, zu denen Sie sehr herzlich eingeladen sind, informieren.
Der Unterhalt und die Ausstattung der Spielstätte erfordert trotz allem ehrenamtlichen Engagement natürlich auch eine solide und nachhaltige finanzielle Basis. Für jede Spende, die zweckgebunden für die Einrichtung und den Betrieb der Bühne genutzt werden wird, sind wir dankbar.

Für den Jahreswechsel den Mitgliedern und Freunden der Peter-Hacks-Gesellschaft alles Gute!

Dr. Philipp Dyck
Vorsitzender