Hacks gehört zu der Partei der Unbestechlichen. Bekanntlich ist das eine sehr kleine Partei.
Eberhard Esche (Schauspieler)

Peter Hacks mit Ehefrau Anna Elisabeth Wiede - Foto von Edith Rimkus-Beseler

Herzlich Willkommen

Peter Hacks kennenzulernen lohnt sich aus vielen Gründen. Die ihn bereits kennen, wissen das. Für diese bedeutet unsere Seite eine zusätzliche Informationsquelle und eine Bestätigung ihrer Zuneigung. Für alle anderen aber kann und soll sie die Möglichkeit schaffen, mehr über einen bedeutenden, denkscharfen und sprachmächtigen Dichter zu erfahren. In den ästhetischen und politischen Kämpfen des ausgehenden 20. Jahrhunderts stand Hacks auf der Seite der Kunst, der Schönheit, der Liebe, des Genusses und des Sozialismus. Seine Werke, viel gespielt und gut ediert, sind ein großer literarischer Schatz, bei dessen Hebung und Bewahrung die Peter-Hacks-Gesellschaft mit ihren zahlreichen Aktivitäten einen Beitrag leisten möchte.

 
»Adam und Eva«-Inszenierung im ALI-Theater

»Die Christen … haben das Christentum verkleinert auf einen Rest von Sätzen über Gerechtigkeit, Tugend und die Herstellung einer würdigen Welt, lauter Sachen, auf die sich, Gott ist des Verfassers Zeuge, die Marxisten besser verstehen.«

In »Adam und Eva« wendet Peter Hacks die biblische Geschichte des Sündenfalls in eine formvollendete Komödie und entwirft sie als Urszene menschlicher Emanzipation. Der Verlust des Paradieses erscheint hier als das »große komische Bild vom Betreten der wirklichen Welt«, in dem sich das Geschöpf Gottes selbst als Schöpfer erkennt. Entstanden im Jahr 1972, ist dieses Stück zugleich ein heiter-ironisches Plädoyer für die Freiheit des Menschen und eine Reflexion über die Unerreichbarkeit vollkommener Verhältnisse.

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4. wissenschaftliche Hacks-Tagung – »Heitere Spiele über den Ausgang der Geschichte«

Peter Hacks und die Komödie im Kalten Krieg am 4. und 5. November 2011 im Magnus-Haus Berlin

Die Referate der Tagung werden im Februar 2012 im Aurora Verlag veröffentlicht.

Ein zusammenfassender Bericht von Jana König

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Anekdoten
Kindermund
Der Darsteller eines der bösen Vettern in Gregoreks Aufführung des »Armen Ritters« war plötzlich erkrankt. Die Regisseurin war eingesprungen und hatte ohne Probe die Rolle des Herrn Firlefanz übernommen, Hacks hatte sich auf einen Rangplatz gesetzt und leistete ihr seelischen Beistand und genoß den Spaß.
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Hamburger Streitgespräche in der jungen Welt

Thiel Ja Nein SagerIn der gestrigen Ausgabe der jungen Welt hat Jens Mehrle den Gesprächsband »Ja-Sager oder Nein-Sager« (Hrsg. Jens Thiel) vorge-stellt: »Der saure und der faule Apfel«.

Ein brisantes Zeugnis deutsch-deutscher Zeit- und Literatur-geschichte »Ja-Sager oder Nein-Sager«: Sollen, ja dürfen Schriftsteller die Politik ihres Staates bejahen? Oder müssen sie sich kritisch zu ihr verhalten? Bereits die Vorgeschichte des Streitgesprächs, zu dem DIE ZEIT im Frühjahr 1961 einlud, sorgte für Aufsehen: Eine vom Deutschen PEN-Zentrum Ost und West 1960 geplante Zusammenkunft prominenter Autoren aus beiden deutschen Staaten war vom Hamburger Polizeisenator verboten worden.

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