Hacks: Die Binsen. Fredegunde

Peter Hacks

Edition Neue Texte

Die Binsen. Fredegunde

Zwei Dramen

Aufbau-Verlag, Berlin 1985
189 S., 20 cm
Best.-Nr. 613 293 0
auf unserem Flohmarkt: 8,00 EUR

 

Original-Klappentext:

Die Binsen

Ich wollte schwören, diese ganze Fabel sei aus einem alten Lustspiel entnommen, wenn sie nicht so eigentümlich verdrossen wäre. Immer diese gewaltigen Ansätze. Und immer diese mit Gewissheit ausbleibenden Folgen.
Wenn das bene kein mitreißendes Schauspiel ist, aber es ist ein Abbild dessen, welches das Welttheater an ziemlich sieben Abenden in der Woche bietet.
Justine Mencken

Fredegunde

bringt fünf berufstätige Frauen aufs Theater, Frauen, die ihre Sache anpacken, beherzt, unbekümmert und zielstrebig. Von den Berufen ist der eigentlich dramatische die Staatsarbeit. Was aus diesen beiden Voraussetzungen sich ergab, war eine klassizistische Historie.
Peter Hacks

Ich habe Dramen in den besten Schulen gelernt. Als ich klein war, mochte ich Pocci, der mich einerseits zur Wiener Posse und andererseits zu Shaw leitete. Ich hatte bald heraus, daß ich mit der Wiener Posse den Shakespeare und mit Shaw die Griechen meinte. Wer über den Shakespeare und die Griechen verfügt, wird eines Tages die deutsche Klassik kapieren, und von Goethe und Shaw her findet sich – unter der Krafteinwirkung eines sozialistischen Erfahrungsfeldes – wohl auch der Rückverweis zu den Franzosen. Ich denke, die Gesamtheit dieser bleibenden und unüberwundenen Zustände des Dramas ergibt eine hinlänglich gegründete Standfläche für neue Erkundungen und weiterführende Versuche.
Peter Hacks

Peter Hacks

1928 in Breslau (heute Wrocław) geboren. Studium der Soziologie, Philosophie, neueren Literatur und Theaterwissenschaft in München. 1955 Übersiedlung in die DDR. Lebt in Berlin. Hacks ist Dramatiker, Lyriker, Kinderbuchautor, Librettist, Nachdichter und Essayist. [...]