Früherkennung

Zu dem berühmten Theaterdichter Peter Hacks kam im Sommer 1956 ein Anfänger. Er führte zwei Einakter, »Der Lohndrücker« und »Die Korrektur«, mit sich; er forderte Hacks auf, ihn höheren Ortes zu empfehlen und ihm Geld zu verschaffen.

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Im Gespräch bei »hacks und heute«: Russland-Experte Alexander Rahr (Quelle: OSKINO/S. Bräuniger)Gerade in seinen letzten Lebens- und Schaffensjahren hat Peter Hacks Aufstieg und Fall der Sowjetunion, ihrem Einfluss auf Deutschland und ihrem Nachleben in einer sich neu formierenden Welt viel Aufmerksamkeit gewidmet. Niederschlag fand das auch in seiner Wahl historischer russischer Stoffe für einige späte Stücke.

 

Berlin, 03.05.2021.

Um das derzeitige Verhältnis des Westens im Allgemeinen und Deutschlands im Besonderen zu Russland geht es in der aktuellen Ausgabe von „hacks und heute“. Unter dem Titel „Eiszeit zwischen dem Westen und Russland“ steht einer der führenden deutschen Russland-Experten Rede und Antwort: Alexander Rahr, 1959 in Taipeh geboren, ist Osteuropa-Historiker, Politologe und Publizist; nach einem Studium der Geschichte arbeitete er am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien und für Radio Liberty, später war er für die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik tätig. 2004 bis 2015 saß er im Lenkungsausschuss des Petersburger Dialogs, seit 2012 ist er Projektleiter beim Deutsch-Russischen Forum und arbeitet parallel dazu als Unternehmensberater, unter anderem auch für Gazprom. Rahr ist Träger des deutschen Bundesverdienstkreuzes und des russischen Ordens der Freundschaft.

Im Gespräch wird ein entsprechend weiter Bogen gespannt: Von einem Werte-Konflikt in den westlich-russischen Beziehungen über Alexei Nawalny, die Ukraine, die USA bis hin zu Ansätzen deutscher Außenpolitik, der Rolle westlicher Medien und der Frage: Was tun? (bsj)