Die Julklapp-Organisation

Die Golden Sixties der DDR, in denen die Wirtschaft gedieh, die Kultur blühte und die Parties rauschten, sind in Hacks' Erinnerung verkörpert in Gestalt des Julklappkränzchens. Die hauptsächlichen Cadres des Kränzchens waren vier Ehepaare, Hacks und Wiede, Manfred Krug und seine Frau Ottilie, Guy de Chambure und die Schauspielerin Christine Gloger vom Berliner Ensemble und die Nichtdrehbuchautoren Heinz Kahlau und Gisela Steineckert; die letztern lebten von Drehbüchern, welche die Defa regelmäßig ankaufte, aber niemals verfilmte.

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Im Gespräch bei »hacks und heute«: Marco Bülow (Quelle: OSKINO/S. Bräuniger)»Dem deutschen Volke« lautet die Inschrift über dem Portal des Reichstagsgebäudes in Berlin. Doch das Volk wird durch die dort versammelten Abgeordneten immer weniger vertreten, meint der Bundestagsabgeordnete Marco Bülow. Bei »hacks und heute« spricht er über Lobbyismus, Demokratie, wirkliche Entscheider und die Fäden im Hintergrund.

 

Berlin, 01.07.2021.

Zu Beginn seiner Parlamentarierkarriere war er profilierter Sozial- und Umweltpolitiker, heute gilt er vor allem als Lobbyismusexperte: Der Bundestagsabgeordnete Marco Bülow. Seit 2002 sitzt er als direkt gewähltes Mitglied in der höchsten deutschen Volksvertretung – lange Jahre für die SPD, danach zunächst parteilos und schließlich seit Herbst 2020 als Mitglied von Die PARTEI.

»Dem deutschen Volke« lautet die Inschrift über dem Portal des Reichstagsgebäudes in Berlin. Doch das Volk wird durch die dort versammelten Abgeordneten immer weniger vertreten, meint Bülow. Stattdessen seien Lobbykontakte und elitäre Netzwerke entscheidend und Monopoly gegen das, was im Bundestag vor sich geht, ein extrem gerechtes Spiel.

Über Lobbyismus, Demokratie, wirkliche Entscheider und die Fäden im Hintergrund spricht Bülow bei »hacks und heute«. (bsj)