Die Familienanekdote

In kleinbürgerlichen Familien besorgt die Mutter am Sonnabend vormittag den Hausputz, währenddessen beschäftigt der Vater das Kind vermöge eines Spaziergangs. Hacks’ Vater bevorzugte als Ziel den Scheitniger Park, der sich an dem Hacks’ Wohnung entgegengesetzten Ende der Stadt Breslau befand.

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Cover des Buches (Quelle: Eulenspiegel Verlag)1943 lernt der damals 15jährige Peter Hacks den fünf Jahre älteren Hansgeorg Michaelis kennen. Es ist der Beginn einer jahrzehntelangen Freundschaft, die auch Bestand hat, nachdem der Dichter in die DDR übersiedelt, während Michaelis in Westdeutschland bleibt. Verbindung halten die beiden per Post. Der Eulenspiegel Verlag legt nun diesen Briefwechsel gesammelt und kommentiert vor.

 

Berlin, 21.07.2021.

1943 ist der damals 15jährige Peter Hacks der „Anführer“ einer Runde von Schülern am Breslauer Gymnasium »Zum heiligen Geist«, die Heine, Wilde oder Ringelnatz liest und in der Freizeit Swing und Theater spielt. In dieser Zeit lernen sich der spätere Dichter und der fünf Jahre ältere Hansgeorg Michaelis kennen. Es ist der Beginn einer Freundschaft, die Jahrzehnte hält und auch Bestand hat, nachdem der Dichter 1955 von München in die DDR übersiedelt, während Michaelis in Westdeutschland seinen beruflichen Weg in der Marktforschung findet. Verbindung halten die beiden vor allem per Post.

Im Eulenspiegel Verlag erscheinen nun die Briefe aus diesem Briefwechsel, die erhalten geblieben sind. „Auf dieses Buch haben Hacks-Freunde lange warten müssen. Es gibt, gut und ausführlich kommentiert, Auskunft über den werdenden Dramatiker Peter Hacks, über Schulzeit, Jugend, erste schriftstellerische Arbeiten – das alles in vertraulich-übermütigen Mitteilungen an seinen engsten Schulfreund Hansgeorg Michaelis“, sagt Verleger Matthias Oehme und hebt hervor: „Es ist damit der ungewöhnlichste unter den bislang publizierten Briefbänden – frech, altklug, unsentimental – und ein hervorragender Beitrag zur Hacks-Biographie: Neues über den Dichter in Breslau, Schwabing und schließlich auch in der DDR.“ (bsj)

 

»Woher kommt die viele Dummheit auf die Welt?. Briefe an Hansgeorg Michaelis 1944–1998« kommentiert und herausgegeben von Gunther Nickel, 608 Seiten, Eulenspiegel Verlag, Preis 40,– Euro, ISBN: 978-3-359-02417-0 – jetzt im Buchhandel oder im Online-Shop des Verlages.