Eine Pinselei

Peter Hacks wollte eine Lesung von Thomas Mann in München besuchen und fand sie ausverkauft. Er bezog an der Eingangstür Posten, und als der Dichter erschien, hielt er ihm das Couvert eines Briefes entgegen, das er für den Notfall eingesteckt hatte. Sie lassen mich nicht hinein, klagte er, beleidigt, wie er sich fühlte.

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Jürgen Heiducoff bei »hacks und heute« (Quelle: OSKINO/Bräuniger)Allenthalben werden Militärs interviewt. »hacks und heute« will da nicht zurückstehen, halten aber dafür, dass so ein Gespräch auch einen Erkenntnisgewinn haben sollte. An den Kriegen interessieren uns die Ursachen, an der Rüstung die Profiteure, an den Armeen ihre Moral, am Frieden die Haltbarkeit.

 

Berlin, 08.05.2022.

Im Januar dieses Jahres trafen sich Jürgen Heiducoff und Burkhard Schmidtke zu einem Gespräch für unsere Reihe »hakcs und heute«. Einen Monat nach dieser Aufzeichnung schien es, als würden die weltpolitischen Ereignisse das Gesagte in Frage stellen. Doch bei genauer Betrachtung wird schnell klar: Die Forderung nach Frieden, nach Verständnis und Verständigung sind aktuell wie lange nicht. Heiducoff hat in Kamenz und Moskau studiert, er war in Tschetschenien und Afghanistan, schließlich nuklearer Rüstungskontrolleur. Er beantwortet uns die Fragen, die heute dringlicher denn je gestellt werden müssen. Über Afghanistan, Frieden und Krieg spricht Heiducoff bei »hacks und heute«.