Kindermund

Der Darsteller eines der bösen Vettern in Gregoreks Aufführung des »Armen Ritters« war plötzlich erkrankt. Die Regisseurin war eingesprungen und hatte ohne Probe die Rolle des Herrn Firlefanz übernommen, Hacks hatte sich auf einen Rangplatz gesetzt und leistete ihr seelischen Beistand und genoß den Spaß.

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Die Erinnerungstafel für Peter Hacks (Quelle: PHG/Schmidtke)In Berlin ist eine Erinnerungstafel für Peter Hacks eingeweiht worden. Sie befindet sich am früheren Wohnhaus des Dichters in der Schönhauser Allee 129. Anlass für die Einweihung der Tafel war der 20. Todestag von Peter Hacks am 28. August.

 

Berlin, 28.08.2023.

Anlässlich des 20. Todestages von Peter Hacks ist an dessen früherem Wohnhaus in der Schönhauser Allee 129 in Berlin-Prenzlauer Berg eine Erinnerungstafel für den Dichter eingeweiht worden. Hacks hatte hier von Dezember 1962 an bis zu seinem Lebensende 2003 seinen Berliner Wohnsitz. Für die deutsche Literatur des hat dieser Ort damit eine einmalige, herausragende Bedeutung: »Wir stehen hier im Grunde vor der Geburtsstätte der sozialistischen Klassik. Zehn Jahre sind hier Stücke entstanden, die Hacks selber diesem Rubrum zuschlug – Dramen und Figuren: Die Polly, die schöne Helena, der René und die Margarete, Alkmene, Jupiter und Amphitryon, Prexaspes, Omphale, Numa, Adam und Eva – kurzum: Ein Genie schuf hier Gott und die Götter«, so der Vorsitzende der Peter-Hacks-Gesellschaft, Dr. Matthias Oehme, in seiner Rede zur Einweihung der Tafel.

Zahlreiche Gäste aus Kunst, Kultur und Wissenschaft nahmen an der kleinen Zeremonie teil, unter anderem die Schauspieler Gunter Schoß und Christian Steyer, die Regisseure Olaf Brühl und Jens Mehrle, Volksbühnen-Intendant René Pollesch, die Hacks-Forscher Prof. Dr. Heinz Hamm und Dr. Kai Köhler. Besonderer Gast war Brigitte Karger-Fetz, die Adoptivtochter von André Müller sen.

Geschaffen wurde die Erinnerungstafel vom Berliner Bildhauer und Medailleur Reinhard Jacob im Auftrag der Peter-Hacks-Gesellschaft, unterstützt wurde das Vorhaben auch vom Freundeskreises des Goethe-Nationalmuseums Weimar. Für den Abend ist an diesem 20. Todestag außerdem die Buchpremiere des jahrzehntelangen Briefwechsels zwischen Peter Hacks und André Müller sen. geplant, der heute unter dem Titel Peter Hacks/André Müller sen.»Der Briefwechsel 1957–2003« erscheint. (bsj)

 

Abbildungen

 

 In der Schönhauser Allee 129, der »Geburtsstätte der sozialistischen Klassik«: PHG-Vorsitzender Dr. Matthias Oehme (Quelle: PHG/Schumann)

 

 Feierliche Einweihung der Erinnerungstafel für Peter Hacks (Quelle: PHG/Schumann)