Ralf Meyer (Halle/Saale)

15.15 Uhr

In der von Peter Hacks geleiteten Arbeitsgruppe an der »Akademie der Künste« war am 19. März 1979 Karl Mickels Gedichtband »Eisenzeit« Gegenstand der Untersuchung. Mickels Freund Rainer Kirsch stellte vor, Mickel ergänzte, alle diskutierten.

Auch an diesem Abend erwies sich Peter Hacks als Kunstkenner von höchstem Anspruch und höchster Kenntnis. Es hagelt Kritik. Mickel ist für ihn beinahe ein Ebenbürtiger. Das sagt er nicht. Er sagt: »Wenn man davon ausgeht, daß ein Gedicht heutzutage kaputt sein muß, sind Mickels Gedichte von einer Heilheit, die ich heroisch und die ich nahezu klassisch finde. (…) Denn niemand von uns hat schnell einen besseren Gedichtband zur Hand.« – Die Gesprächsprotokolle der »Berlinischen Dramaturgie« sind eine einzigartige Quelle ersten Ranges. Der Vortrag vollzieht einige Argumente nach und feiert ein Niveau des Denkens, das anzustreben bleibt.

Ralf Meyer, geboren 1970 in Eisleben, studierte Germanistik, Soziologie, Medien- und Kommunikationswissenschaft. Heute lebt und arbeitet er als Theaterdramaturg, -regisseur und Autor in Halle/Saale. Letzte Veröffentlichung: »Sonette bei den Brombeeren« (2015), gemeinsam mit Werner Makowski.

 

Aufzeichnung des Votrags und des anschließenden Gesprächs
Moderation: Dr. Ralf Klausnitzer

 

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