Die Hacks-Gespräche sind eine Veranstaltungsreihe, ins Leben gerufen von Karl-Heinz Müller, einst Chefdramaturg am Deutschen Theater, an der Volksbühne und anderen Theatern und langjähriger Arbeitspartner von Benno Besson. 2009 und 2010 war Müller acht Mal im Gespräch mit Künstlern über das Werk und die Person von Peter Hacks. Die Gespräche wurden im März 2011 in unregelmäßigen Abständen fortgesetzt und werden nun im NUMA wieder aufgenommen. Über die nächsten Termine informieren Sie sich bitte hier. Einen Rückblick auf Themen und Mitwirkende finden Sie hier.

29. Juni 2011, 19:30 Uhr

Hacks-Gespräche 12

»Hacks und die Klassen im Sozialismus«

Link zu Google-MapsHABBEMA – Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft, 10405 Berlin, Mülhauser Straße 6 / Hofgebäude Ecke Prenzlauer Allee

Historische, gegenwärtige, utopische Fabeln und Entwürfe: Moritz Tassow, Ekbal, Numa, Prexaspes, Binsen – Gesprächsrunde mit Felix Bartels, Detlef Kannapin, Kai Köhler, Dieter Kraft und Johannes Oehme

Wie ändern sich Klassengegensätze und -interessen im sozialistischen Staat? Als eine Kernfrage bei Hacks stellt sich dies explizit im Briefwechsel mit Gossweiler dar. Wie sehr sie auch Strukturen seines Werks bestimmt, ist seither immer wieder diskutiert worden. Im nächsten Hacks-Gespräch erörtern fünf Wissenschaftler das Problem.

Eintritt: 5,-€/erm. 3,-€

25. Mai 2011, 19:00 Uhr

Hacks-Gespräche 11

Peter Hacks und die Fenne – Ein Gespräch

Link zu Google-MapsHABBEMA – Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft, 10405 Berlin, Mülhauser Str. 6 – Hofgebäude/Ecke Prenzlauer Allee

FenneDie Reiseschriftstellerin Edda Gutsche im Gespräch mit Joachim Stoff und Kurt Jilek, dem Erbauer und dem Gärtner von Hacksens Anwesen in Groß Machnow

Wie ging es zu bei Suche, Findung, Um- und Ausbau, Gestaltung und Pflege des brandenburgischen Sommersitzes von Peter Hacks und Anna Elisabeth Wiede? Zwei unmittelbar Beteiligte geben Auskunft.

Eintritt: 5,-€/erm. 3,-€

27. April 2011, 19:00 Uhr

Hacks-Gespräche 10

»Ich hoff, die Menschheit schafft es. Eine Biografie des Peter Hacks« Jochanan Trilse-Finkelstein, Autor eines neuen Hacks-Buches, spricht über seine Arbeit

Link zu Google-MapsHABBEMA – Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft, 10405 Berlin, Mülhauser Str. 6 - Hofgebäude / Ecke Prenzlauer Allee

Eintritt: 5,- €/erm. 3,- €

Was ist von einem neuen Buch über Peter Hacks zu erwarten? Welche Probleme, welche Freuden, Überraschungen, Ärgernisse begegnen einem erfahrenen Biografen und Breslauer beim Schreiben einer Werk- und Lebensbeschreibung des deutschen und DDR-Dichters Peter Hacks? Wie ist der Stand der Arbeit derzeit, welche Schwierigkeiten sind noch zu überwinden? Und inwieweit und inwiefern unterscheidet sich das neue, geplante und gerade im Entstehen begriffene Buch aus der Feder von Trilse-Finkelstein von seinem 1980 erschienenen Band »Das Werk des Peter Hacks«?

Weitere Informationen auf dem Ankündigungsflyer für die Veranstaltung.

30. März 2011, 19:00 Uhr

Hacks-Gespräche 9

»...durch und durch opportunistisch« – Peter Hacks und die Kunstpolitik Jens Mehrle im Gespräch mit Klaus Höpcke

Link zu Google-Maps»HABBEMA« Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft, 10405 Berlin, Mülhauser Str. 6 – Hofgebäude/Ecke Prenzlauer Allee

Klaus Höpcke, einst stellvertretender Kulturminister und verantwortlich für Verlage und Buchhandel, hat von Hacks Zuspruch wie Kritik erfahren, manche Diskussion mit ihm geführt und gelegentlich auch gemeinsam mit ihm gefochten. Er ist einer der wenigen, der heute über Peter Hacks und sein Verhältnis zur staatlichen Kunst- und Kulturverwaltung Auskunft geben kann. Jens Mehrle wird ihn dazu befragen.

Eintritt: 5 Euro / ermäßigt 3 Euro 

26. Mai 2010, 19:00 Uhr

Hacks-Gespräche 8

Am letzten Mittwoch im Mai kommen drei Regisseure und eine Schauspielerin zusammen, um miteinander zu sprechen. Ihr Thema ist: Erfahrungen und Interesse an den Stücken DIE SORGEN UND DIE MACHT und MORITZ TASSOW. Die Hacks-Dramen waren in den 60er Jahren im Deutschen Theater und in der Volksbühne in Berlin vom Publikum begeistert gefeiert, aber bereits nach kurzer Zeit abgesetzt worden.

Link zu Google-MapsInsel-Galerie Berlin-Mitte, 10115 Berlin, Torstraße 207

Klaus Gendries, bekannt geworden durch gehaltvoll-unterhaltende Arbeiten im Adlershofer Fernsehen und heute tätig für das Kurfürstendamm-Theater, hat als Regisseur, der damals Mitarbeiter bei Wolfgang Langhoff am DT war, DIE SORGEN UND DIE MACHT für die Inszenierung am Theater der Bergarbeiter in Senftenberg erprobt.

Tom Kühnel kommt nach Inszenierungen an der Berliner Schaubühne, in Basel, Hannover und Frankfurt am Main in die Theaterlandschaft zurück, in der er erste Eindrücke der Bühne erlebte und seine Ausbildung begann. An das Deutsche Theater engagiert, erwägt der Regisseur eine Hacks-Inszenierung.

Der Regisseur Klaus Tews profilierte sich mit Arbeiten an verschiedenen DDR-Theatern. Er war Mitarbeiter an Benno Bessons MORITZ TASSOW in der Berliner Volksbühne.

In dieser Aufführung hatte auch Ursula Karusseit, die später und bis heute viele Rollen in Spielfilmen und im Fernsehen prägnant spielte und spielt, als Rote Rosa einen ihrer ersten großen Theatererfolge.
28. April 2010, 19:00 Uhr

Lesung/Gespräch

Hacks-Gespräche 7

Karl-Heinz Müller im Gespräch mit dem Regisseur Kurt Veth.

Link zu Google-MapsInselgalerie Berlin, 10115 Berlin, Torstraße 207

Kurt Veths Inszenierungen sind von seinen Erfahrungen an Brechts Berliner Ensemble in den 50er Jahren geprägt. In Berlin hat er am Maxim-Gorki-Theater und im Theater im Palast gearbeitet. Die Uraufführung von POLLY ODER DIE BATAILLE AM BLUEWATER CREEK (nach John Gay) inszenierte Veth 1965 in ästhetisch überzeugender Weise während seines Engagements als Schauspieldirektor in Halle. Die Aufführung nutzte für die Spielsituationen souverän das Bühnenbild von Karl von Appen, das auf einem Zylinder, der die ganze Drehbühne einnahm, eine gemalte szenische Landschaft vorgab. In Potsdam brachte Veth mit ADAM UND EVA ein weiteres Hacks-Stück auf die Bühne. Während seiner langjährigen Arbeit beim Fernsehen der DDR fielen Vorschläge des Regisseurs zu Hacks-Projekten nicht auf fruchtbaren Boden. Hingegen konnte Prof. Veth in seiner Tätigkeit als Schauspiellehrer wiederholt Hacks-Szenen erarbeiten: an der Berliner Ernst-Busch-Schule und am Mozarteum in Salzburg. Er unterrichtete auch an der Yale University. Von 1987-1992 war Kurt Veth Rektor an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«.
31. März 2010, 19:00 Uhr

Hacks-Gespräche 6

Karl-Heinz Müller im Gespräch mit der Regisseurin Brigitte Soubeyran.

Link zu Google-MapsInselgalerie Berlin-Mitte, 10115 Berlin, Torstr. 207

Brigitte Soubeyran kam 1956 mit ihrem Mann, dem Pantomimen Jean S. nach Berlin, engagiert von Brecht. In den 60er Jahren war sie Mitarbeiterin bei Besson im Deutschen Theater. Sie spielte in dessen Inszenierungen von Hacks-Stücken, im »Frieden« die Lenzwonne, in der »Schönen Helena« die Galeere und drei weitere Rollen. Von den 70er Jahren an inszenierte sie in Karl-Marx-Stadt (»Der Diener zweier Herren«), Berlin (»Don Gil von den grünen Hosen«, Bühnenbild: Einar Schleef),Tübingen (»Emilia Galotti«), Chemnitz (»Nathan der Weise«, »Der gute Mensch von Sezuan«). Enge Arbeitskontakte zu Peter Hacks ergaben sich bei ihrer Opern-Inszenierung »Omphale« (Weimar). Langjährig an der Ernst-Busch-Schule in Berlin tätig, wurde sie dort als Professorin berufen. Zum Thema: 4 Generationen Theaterregisseurinnen in Deutschland (ab April 2010 im Deutschen-Theater-Museum München) stellt die Ausstellung Brigitte Soubeyran als repräsentativ für eine Generation vor.

Eintritt: 5 Euro / ermäßigt 3 Euro

24. Februar 2010, 19:00 Uhr

Hacks-Gespräche 5

Karl-Heinz Müller im Gespräch mit dem Regisseur Wolfram Krempel.

Link zu Google-MapsInselgalerie Berlin-Mitte, 10115 Berlin, Torstraße 207

Der Absolvent der Schauspielschule Berlin aus dem Jahre 1957 und Schüler von Wolfgang Heinz kann als Regisseur u.a. im Maxim Gorki Theater, als Oberspielleiter im Stadttheater Bern und als Intendant des Theaters Ingolstadt auf ein reiches und ertragreiches Theaterleben zurückblicken.

Eine bemerkenswerte Regiearbeit waren seine Inszenierungen von »Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe« 1976 im Maxim Gorki Theater, die Fernsehproduktion des Stückes gemeinsam mit Karin Hercher 1979 und eine Hörspielproduktion des Stückes im Jahre 1981. Darstellerin des Einpersonen-Stückes war bei allen drei Produktionen Karin Gregorek. Das überaus erfolgreiche Stück von Peter Hacks wurde inzwischen an 170 deutschen Theatern und in 21 Ländern der Welt gespielt.
27. Januar 2010, 19:00 Uhr

Hacks-Gespräche 4

Karl-Heinz Müller im Gespräch mit dem Regisseur Peter Kupke.

Link zu Google-MapsMax-Lingner-Haus, 13156 Berlin, Straße 201 Nr. 2

Der Regisseur Peter Kupke, Jahrgang 1932, absolvierte bis 1956 seine Schauspielausbildung und ein Studium der Theaterwissenschaften am Theaterinstitut Weimar und der Theaterhochschule Leipzig. Danach war er u.a. als Schauspieler, Dramaturg, Regisseur, Oberspielleiterleiter, Schauspieldirektor und Intendant am Stadttheater Döbeln (1956 - 1960), am Deutschen Theater Berlin (1960 - 1963), am Hans-Otto-Theater Potsdam (1963 - 1971), am Berliner Ensemble (1971 - 1980), am Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen (1982 - 1984) und von 1985 bis 1992 als Schauspieldirektor am Staatstheater Wiesbaden tätig. Unter den über hundert Regiearbeiten von Peter Kupke ist für dieses Gespräch mit Karl-Heinz Müller die Inszenierung des nach wenigen Aufführungen abgesetzten und heftig kritisierten Hacks-Stückes »Die Sorgen und die Macht« am Hans-Otto-Theater Potsdam im Jahr 1962 von besonderem Interesse.
25. November 2009, 19:00 Uhr

Hacks-Gespräche 3

Karl-Heinz Müller spricht mit der Schauspielerin und Regisseurin Cox Habbema.

Link zu Google-MapsMax-Lingner-Haus, 13156 Berlin, Straße 201 Nr. 2

Die niederländische Schauspielerin und Regisseurin Cox Habbema, geprägt vom Deutschen Theater unter Benno Besson, wurde eine der populärsten Filmschauspielerinnen und Theater-Regisseurinnen der DDR und zählt heute überdies als Kulturmanagerin zu den einflussreichsten Frauen der Niederlande. Cox Habbema wirkte als Regisseurin und Schauspielerin an mehreren Hacks-Inszenierungen mit und regte seine Goethe-Adaption »Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern« an, die 1975 im Deutschen Theater in Berlin uraufgeführt und zu einem der großen deutschsprachigen Bühnenerfolge wurde.