Die Hacks-Gespräche sind eine Veranstaltungsreihe, ins Leben gerufen von Karl-Heinz Müller, einst Chefdramaturg am Deutschen Theater, an der Volksbühne und anderen Theatern und langjähriger Arbeitspartner von Benno Besson. 2009 und 2010 war Müller acht Mal im Gespräch mit Künstlern über das Werk und die Person von Peter Hacks. Die Gespräche wurden im März 2011 in unregelmäßigen Abständen fortgesetzt und werden nun im NUMA wieder aufgenommen. Über die nächsten Termine informieren Sie sich bitte hier. Einen Rückblick auf Themen und Mitwirkende finden Sie hier.

Freitag, 13. November 2015, 19:00 Uhr

22. Hacks-Gespräch

»Hacks und die Frauen«

Die Frauenfiguren im Werk von Peter Hacks

Link zu Google-MapsLadengalerie der jungen Welt, 10119 Berlin, Torstr. 6

Sie sind ganz zweifellos gemünzt aufs Ideal; sie sind haltungsauffällig, selbstbewusst, originell, handlungsprägend, politisch denkend, meist individuell höchst emanzipiert und - nicht selten - umstritten. Das Frauenbild des Autors auch.
Am Vorabend der Tagung ergreifen einige Teilnehmer die Gelegenheit, sich über diese Eigenarten und Grundzüge in offener Diskussion zu verständigen.
Mit dabei sind Prof. Antje Budde (Toronto), Olaf Brühl und Thomas Keck (Berlin) sowie Ella Vengerova (Moskau); Moderation: Dr. Dieter Kraft (Spandau)

Eintritt: 5 Euro / 3 Euro
Anmeldung zur Veranstaltung unter 030/53 63 55- 56 oder mm@jungewelt.de

Donnerstag, 22. Oktober 2015, 19:30 Uhr

21. Hacks-Gespräch

Reiche Gleichheit. Ökonomie bei Hacks

HABBEMA zu Gast bei Liebknecht und Luxemburg

Link zu Google-MapsRosa-Luxemburg-Saal im Karl-Liebknecht-Haus, 10178 Berlin, Weydingerstr. 14-16 (Eingang Buchhandlung)

Vorstellung des Tagungsbandes durch den Herausgeber Dr. Kai Köhler und anschließende Diskussion mit Prof. Dr. Heinz Hamm, Dr. Leonore Krenzlin, Johannes Oehme

Peter Hacks hat verschiedene Weisen des Wirtschaftens erleben dürfen oder müssen: den Kapitalismus der frühen Bundesrepublik, Ulbrichts „Neues ökonomisches System der Planung und Leitung“, Honeckers „Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik“ und schließlich den gesamtdeutsch durchgesetzten Kapitalismus. Von seiner Übersiedlung in die DDR 1955 an sind die Auseinandersetzungen um das richtige Wirtschaften ebenso Thema seines Werks gewesen wie die Ökonomie der Kunst.
Die letztjährige Hacks-Tagung hat das Gesamtwerk unter diesem Aspekt in den Blick genommen. Das Erscheinen der gesammelten Beiträge in Buchform ist Anlaß, die Ergebnisse zusammenzufassen und zwei Fragen zu diskutieren: Was hat die Forschung noch zu klären, insbesondere zu Hacks‘ auf der Tagung nur wenig diskutierter Analyse des Imperialismus? Und vor allem: Welchen Wert hat Hacks‘ Verteidigung von Ulbrichts Politik und die Aufwertung des Sozialismus zu einer eigenständigen Gesellschaftsformation für künftige linke Politik?

2015 findet die Tagung zum Thema »Mein bester Wurf ist Eva« Geschlechterverhältnisse bei Hacks am 14. November statt.

Eintritt: 6 Euro / ermäßigt 4 Euro
(Die Ermäßigung gilt für Vereinsmitglieder, Schüler, Studenten, Auszubildende, Empfänger von ALG II)

19. März 2015, 19:30 Uhr

20. Hacks Gespräch

Dichterleben in der DDR

Ansichten zur Hacks-Biografie

Link zu Google-MapsHABBEMA – Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft, 10405 Berlin, Mülhauser Straße 6 / Hofgebäude Ecke Prenzlauer Allee

Ronald Weber, frisch promoviert mit einer Arbeit über Peter Hacks, Heiner Müller und den Streit im literarischen Feld der DDR, arbeitet seit geraumer Zeit an einer Peter-Hacks-Biografie. Die erfordert nicht allein seine weitreichende Werkkenntnis, auch den zahlreichen lebensgeschichtlichen Verästelungen geht er dafür akribisch nach - durch Archivstudien ebenso wie durch Interviews von Zeitzeugen.
Jens Mehrle, selbst ausgewiesener Hacks-Kenner und Mitherausgeber der »Berlinischen Dramaturgie«, wird im Gespräch mit Ronald Weber Wege, Ergebnisse und Schwierigkeiten von dessen Arbeit erkunden.

Eintritt: 6 Euro / ermäßigt 4 Euro
(Die Ermäßigung gilt für Vereinsmitglieder, Schüler,
Studenten, Auszubildende, Empfänger von ALG II)

25. Juni 2014, 19:30 Uhr

19. Hacks-Gespräch

Wer kann wider Gott und Nowgorod

Gespräch zu Stück und Aufführung des Dramas »Bojarenschlacht« von Peter Hacks

Link zu Google-MapsHABBEMA – Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft, 10405 Berlin, Mülhauser Straße 6 / Hofgebäude Ecke Prenzlauer Allee

»Vom Staat kommt alles Übel«, sagt der Rebell. »Ich hasse es, wenn gerast wird«, erwidert der neue Alleinherrscher. – Welche historischen Parallelen, Vorschläge, Haltungen, welche politischen Konstellationen und wieviel Vernunft zeigen sich im Stück? Wer ist Rurik – Iwan der Schreckliche, oder gar Putin? Warum redet Wadim daher wie ein Vertreter der Bürger-rechts-Bewegung? Und der Kaufherr Prenest: ein patriotischer Bürger oder ein geschmeidiger Oligarch?
Zum ersten Mal wollen wir über eine Aufführung aus der Reihe »Stücke von Hacks« explizit ins Gespräch kommen und neben all den genannten auch der Frage nachgehen: Was kann, was will das Stück heute, worin liegt seine aufregende Aktualität?
Mit dabei: Detlef Kannapin, Thomas Keck und Kai Köhler 

 Eintritt: 6 Euro / ermäßigt 4 Euro
(Die Ermäßigung gilt für Vereinsmitglieder, Schüler, Studenten, Auszubildende, Empfänger von ALG II)

31. Mai 2012, 19:30 Uhr

18. Hacks-Gespräch

Harald Kretzschmar befragt Hacks-Illustratoren

Bildende Künstler im Gespräch über die Bildnerische Umsetzung der Hacks-Stücke

Link zu Google-MapsHABBEMA – Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft, 10405 Berlin, Mülhauser Straße 6 / Hofgebäude Ecke Prenzlauer Allee

Viele der Hacks-Bücher, besonders die für Kinder, wurden illustriert, und das kongenial. Das bedurfte gelegentlich längerer Verständigung zwischen Autor, Zeichner und Verlag bzw. Verleger. Peter Hacks hatte meist klare Vorstellungen, wie die Illustrationen sein und welche Künstler sie ausführen sollten. Aber wie er auch lobte und tadelte – nicht selten ausschweifend –, die zeichnerische Phantasie ging doch auch eigene Wege.
Über den Autor, sein Werk und ihre ganz besonderen Perspektiven darauf spricht Harald Kretzschmar mit den Illustratoren Klaus Ensikat und Uwe Häntsch.

Eintritt: 5 Euro / ermäßigt 3 Euro

15. Februar 2012, 19:30 Uhr

17. Hacks-Gespräch

»Klassiker und Romantiker in der DDR, sich heftig bekämpfend«

Link zu Google-MapsHABBEMA – Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft, 10405 Berlin, Mülhauser Straße 6 / Hofgebäude Ecke Prenzlauer Allee

Was Goethe einst in Italien sah, fand in modifizierter Weise auch statt in der DDR. Kleists Todestag war Anlass, erneut über Vorder- und Hintergründe der Kleistrezeption und der Literaturfehden unter DDR-Autoren nachzudenken. Da geht es dem Scheine nach um ein rein literarisch-ästhetisches Problem, die Prädominanz von Klassik oder Romantik. Doch nicht von ungefähr wird die Diskussion nicht nur in wissenschaftlichen Zeitschriften, sondern auch in Tageszeitungen geführt. Dauer und Intensität deuten darauf hin, dass ihre Ursachen tiefer liegen. Der Widerspruch schlug auf in den siebziger Jahren und bestimmte die kulturpolitischen Auseinandersetzungen. Was da als literarischer Stellvertreterkrieg begann, in dem der Seele und dem Individuum zu ihrem Recht gegen Staat und Fortschrittsglaube verholfen werden sollte, muss sich heute auch nach seinen politisch-ideologischen Implikationen befragen lassen. Ging es, wie Hacks bereits damals befürchtete, um die Existenz der DDR und des Sozialismus? Oder, konsequenter gefragt: Flankiert die Romantik die Konterrevolution und imperialistische Kriege, führt die Klassik geradewegs in den Gulag und zu Pol Pot?

Gespräch mit Christel Berger (Literaturwissenschaftlerin, seinerzeit an der Akademie der Künste) Martin Hatzius (Redakteur bei Neues Deutschland) und Kai Köhler (Literaturwissenschaftler), moderiert von Matthias Oehme (Verleger)

Eintritt: 5 Euro / ermäßigt 3 Euro

25. Januar 2012, 19:30 Uhr

16. Hacks-Gespräch

zum Werk von Hans Heinz Holz

Gespräch mit Erich Hahn, Arnold Schölzel und Hans-Günter Szalkiewicz moderiert von Dieter Kraft / Silvia Holz-Markun kann krankheitshalber leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen

Link zu Google-MapsHABBEMA – Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft, 10405 Berlin, Mülhauser Straße 6 / Hofgebäude Ecke Prenzlauer Allee

»Ich bitte Sie, mich auch im fernern uneingeschränkt als Ihren Freund bezeichnen zu dürfen, und die Idee, Arm in Arm mit Ihnen das Jahrhundert regalieren zu sollen, kommt mir angenehm und in höchstem Maße schmeichelhaft vor. Aber damit wir das machen können, müssen Sie mir eben am Leben bleiben.« (Hacks an Holz) Am 11.12.2011 ist nun auch Hans Heinz Holz gestorben. In diesem Gespräch soll gesichtet werden, welche Wirkungen sein Werk philosophisch und politisch in einem Kampf entfalten kann, in dem, wie auch bei Hacks, nichts weniger als der Kommunismus das Ziel ist.

30. November 2011, 19:30 Uhr

15. Hacks-Gespräch

»Wir müßten unbedingt von was reden, ...

»Wir müßten unbedingt von was reden, wovon nicht alle reden.« Dieter Kraft (TOPOS) im Gespräch mit Martin Hatzius (Neues Deutschland), Stefan Huth (junge Welt) und Rayk Wieland (ehem. konkret).

Link zu Google-MapsHABBEMA – Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft, 10405 Berlin, Mülhauser Straße 6 / Hofgebäude Ecke Prenzlauer Allee

Nach 1989 hat Peter Hacks sich dezidiert in und zu linken Pressorganen geäußert. Er hat politische Diskussionen und Neuformierungsprozesse verfolgt und kommentiert; gelegentlich hat er den Verantwortlichen in linken Medien Ratschläge gegeben. Die einschlägigen publizistischen Texte sind in dem Band »Am Ende verstehen sie es« (Eulenspiegel Verlag 2005) dokumentiert; Briefe, Manuskripte und Zeitzeugenaussagen geben weitere Auskünfte.

Acht Jahre nach seinem Tod sind die Überlegungen, Vorschläge, Interventionen und Nachwirkungen dieses kommunistischen Dichters auf ihre Brauchbarkeit und Aktualität zu befragen.

Zu einem Gespräch mit Dieter Kraft (TOPOS) sind unserer Einladung gefolgt: Rayk Wieland (ehem. konkret), Martin Hatzius (Neues Deutschland) und Stefan Huth (junge Welt).

Eintritt: 5 Euro / ermäßigt 3 Euro




26. Oktober 2011, 19:30 Uhr

14. Hacks-Gespräch

»Das Theater der Autoren« und Peter Hacks

Die Dramatikerin Irina Liebmann und der Lektor Gregor Edelmann sprechen über den Verlauf der Initiative und die damit verbundenen Erwartungen und Ziele.

Link zu Google-MapsHABBEMA – Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft, 10405 Berlin, Mülhauser Straße 6 / Hofgebäude Ecke Prenzlauer Allee

»Wen kann stören, wenn wir zu hundert Irrenhäusern ein hunderteinstes hinzukriegen«, schrieb Peter Hacks 1987 an Helmut Baierl. Gemeint ist die Initiative einer Gruppe von Nachwuchsdramatikern um Irina Liebmann, die eine bis dahin undenkbare Neuerung anstrebte: die Gründung eines »Theaters der Autoren«, in dem der Spielplan selbstbestimmt am staatlichen Genehmigungsverfahren für Uraufführungen vorbei gestaltet und DDR-Gegenwartsdramatik aufgeführt werden sollte. Der Vorschlag sorgte im Sommer 1987 für einige Unruhe im literarischen Feld der DDR. Er motivierte nicht nur Peter Hacks, zu einem Gespräch in die Akademie der Künste zu laden und die offizielle Einführung einer transparenten Zensur zu fordern, sondern beschäftigte auch Verbände und andere kulturpolitische Institutionen, die in jeweils unterschiedlicher Weise versuchten, den Wunsch nach ästhetischer und institutioneller Erneuerung zu kanalisieren, ohne die staatlichen Steuerungsmechanismen anzutasten.
So werfen die Geschehnisse rund um das Projekt »Theater der Autoren« ein erhellendes Licht auf die kulturpolitischen und ästhetischen Debatten der späten DDR.

Moderation: Bernadette Grubner und Ronald Weber

Eintritt: 5 Euro / ermäßigt 3 Euro




28. September 2011, 19:30 Uhr

Hacks-Gespräche 13

»Wie das Schicksal an die Tür klopft, kommt Matthus zu Hacks«

Link zu Google-MapsHABBEMA – Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft, 10405 Berlin, Mülhauser Straße 6 / Hofgebäude Ecke Prenzlauer Allee

Siegfried Matthus, der wohl erfolgreichste der DDR-Komponisten – auch als eine dramatis persona von Hacksens Aristophanes-Adaption Die Vögel anzutreffen – kreierte mit dem Dichter Anfang der Siebziger Jahre zwei gemeinsame Projekte für die Bühne (Noch einen Löffel Gift, Liebling?, Omphale), außerdem tritt er als Schicksalsfigur von Hacks in dessen opernästhetischer Geschichte meiner Oper auf.
Genug Gründe, sich nun von Regisseur Olaf Brühl zu all dem und insbesondere Peter Hacks be- und ausfragen zu lassen.

Eintritt: 5,-€/erm. 3,-€