Hier sehen Sie eine Übersicht der zurückliegenden Veranstaltungen. Es handelt sich um Veranstaltungshinweise der Peter Hacks Gesellschaft und Hinweise auf externe Veranstaltungen.

Sonntag, 28. November 2021, 17:00 Uhr

Mit Susanne Schäfer

Peter Hacks: Ein Gespräch im Hause Stein

Ein Gruß an unseren Hausnachbarn Goethe und das neue Romantik-Museum. Regie: Hannes Hametner Bühne Anne Habermann, Kostüm Erika Landertinger

Link zu Google-MapsVolksbühne im Großen Hirschgraben, 60311 Frankfurt am Main, Großer Hirschgraben 15

Weimar im Jahre 1786. Goethe hat sich fluchtartig nach Italien davongemacht. Der Monolog der tief enttäuschten Charlotte von Stein ist ein literarisches Meisterstück und eines der weltweit erfolgreichsten deutschen Bühnenwerke.

»Auf eine Annahme erübrigt sich wohl einzugehen: die Annahme, es könne zwischen Goethe und mir irgendetwas im Spiel gewesen sein, was den Namen Liebe verdient. Natürlich, jedermann hält es für erwiesen. Natürlich ist es Unsinn. «

Mittwoch, 24. November 2021, 19:00 Uhr

Filmreihe „3D“ – EXTRA

Der letzte Schuß (Der Einundvierzigste)

Am 24. November lädt die Peter-Hacks-Gesellschaft anläßlich des Todes von Siegfried Matthus zu einem ganz besonderen Filmabend in das Café Sibylle in der Karl-Marx-Alle ein. Gezeigt wird der sowjetische Film „Der letzte Schuss“ („Der Einundvierzigste“) von 1956.

Link zu Google-MapsCafé Sibylle, 10243 Berlin, Karl-Marx-Allee 72

Anläßlich des Todes von Siegfried Matthus

Der letzte Schuß
(Sorok perwy)

Regie: Grigori Tschuchrai, Kamera: Sergei Urussewski – mit Isolda Iswizkaja, Oleg Strischenow, Nikolai Krjutschkow u.a.; Produktion: Mosfilm/UdSSR 1956 (DEFA-Synchron 1957)
Einführungsgespräch Olaf Brühl mit Dr. Detlef Kannapin

 

Verteidigung der Revolution. Marjutka, Scharfschützin der Roten Armee, verliebt sich mitten in den Kämpfen des russischen Bürgerkrieges in einen gefangenen Weißgardisten; romantisch wird das nicht. –

1957 hatte die DEFA-Synchronisation des Mosfilms „Der letzte Schuß“ Premiere [Originaltitel: Sorok perwy – »Der Einundvierzigste«]. Die nach einem Stummfilm von 1926 bereits zweite Verfilmung von Boris Lawrenjows Meisternovelle „Der Einundvierzigste“ (1925) gewann als Regiedebüt Grigori Tschuchrais (Moskau, Oktober 1956) sofort Preise und internationales Aufsehen dank der hohen künstlerischen Gestaltung (u. a. IFF Cannes, 1957).

In der DDR war der junge Komponist Siegfried Matthus von der Dramatik des Films so beeindruckt, daß er sich entschloss, Lawrenjows Novelle für das Musiktheater zu adaptieren. Ihm gelang ein außergewöhnliches, dialektisches Opernwerk. Zum 50. Jahrestag der Oktoberrevolution kam „Der letzte Schuss“ als überhaupt erste Uraufführung an der Komischen Oper Berlin heraus und wurde danach von sehr vielen Bühnen gespielt. - Die Aktualität der aufgeworfenen Problematik, ob in Lawrenjows Novelle, der Verfilmung oder der Opernversion von Matthus, ist ungebrochen.

Mit Vorführung des Films erinnern wir an den Impuls für die Oper und gedenken des am 27. August 2021 verstorbenen Komponisten.

 

Eintritt: 5,- Euro, ermäßigt 3,- Euro

Kartenreservierung: (030) 36 46 49 15
Um eine Voranmeldung an kontakt@peter-hacks-gesellschaft.de wird gebeten.

Eine Veranstaltung der Peter-Hacks-Gesellschaft e.V. mit der DKP Berlin.

Hinweis: Aufgrund der geltenden rechtlichen Bestimmungen ist bedingt durch die Art der Veranstaltung und die örtlichen Gegebenheiten eine Teilnahme nur für Besucher erlaubt, die entsprechend den behördlichen Vorgaben vollständig geimpft oder genesen sind.

 

Montag, 22. November 2021, 17:00 Uhr

Peter Hacks

Das musikalische Nashorn – ABGESAGT

und andere Tiergeschichten

Link zu Google-MapsMittelsächsisches Theater Freiberg, 09599 Freiberg, Borngasse 1

Die Veranstaltung wird bedingt ducrh die aktuelle Entwicklung der SARS-CoV-2-Pandemie abgesagt.

 

Musikalische Lesung mit Christian Steyer

Er spielt, komponiert, schreibt, spricht und singt. Christian Steyer ist ein echtes Allround-Talent. Mit struppiger Löwenmähne und charmantem Lächeln verzaubert er sein Publikum. Und wer wäre besser geeignet, die schönsten Tier-Geschichten von Peter Hacks zu präsentieren, als die unverwechselbare Stimme der MDR Kult-Serie »Elefant, Tiger & Co.«? »Das musikalische Nashorn« gelesen von Christian Steyer, ist eine wundersame Fantasiereise für alle, die Lust haben, zu lauschen, zu schmunzeln und in eine phantastische Welt zu tauchen.

Samstag, 20. November 2021, 18:05 Uhr

Rundfunk-Tipp

Gespräche über den abwesenden Herrn Hacks

Er war der meistgespielte Dramatiker in beiden deutschen Staaten und ist auf heutigen Bühnen abwesend. Lebenslang hielt er an der DDR fest und umgab sich mit der Aura des Dichterfürsten. Zeit für einen neuen Blick auf Peter Hacks.

Link zu Google-MapsDeutschlandfunk Kultur, in Berlin auf UKW 89,6 MHz, bundesweit auf UKW und DAB+

Der „Goethe der DDR“ revisited

Gespräche über den abwesenden Herrn Hacks

Von Jan Decker

Hatte die DDR einen Goethe, und hieß er Peter Hacks? Peter wer? Lange Zeit war der Schriftsteller auf deutschen Bühnen allgegenwärtig, vor allem mit seinem Dauerbrenner „Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe“. Aus München einst in die DDR gezogen, konnten weder Stasi noch Westpresse ihn richtig einordnen. War der eigenwillige Hacks am Ende ein Oppositioneller – oder doch ein hundertprozentiger Verteidiger des ostdeutschen Staates über dessen Ende hinaus, wie es schien? Auf jeden Fall bildete Hacks seine eigene Kategorie: Kein anderer schrieb nach 1945 opulente Versdramen, kein anderer bewohnte in den Sommermonaten ein burgartiges Anwesen bei Berlin, kein anderer hatte in der DDR Hausangestellte. Auch seine Arbeitsgruppen an der Akademie der Künste der DDR, in denen er gelehrigen Schülern die Kunst des Dramas beibrachte, seine erotischen Gedichte und seine extrem polemischen, aber immer unterhaltsamen Essays weisen ihn als einen Dichterfürsten aus, einen sozialistischen Goethe, der bemüht war, eine klassische Literatur der DDR herauszubilden. Obwohl Peter Hacks schon lange vom Erfolgsautor zur Randfigur geworden ist, hält sich bis heute eine kleine, aber bedeutende Schar von Anhängern, Weggefährten, Kritikern, die mehr oder weniger Hacksianer sind. Jan Decker besucht sie und spricht mit Jens Sparschuh, Kerstin Hensel, Dietmar Dath, dem jungen Kabarettisten Marco Tschirpke und vielen anderen über den abwesenden und doch auf seine spezielle Art weiterhin sehr präsenten Herrn Hacks.

 

Ursendung
Gespräche über den abwesenden Herrn Hacks
Der „Goethe der DDR“ revisited
Von Jan Decker
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2021 / Länge: 54'30

(Quelle: www.deutschlandfunkkultur.de)

 

Samstag, 13. November 2021, 10:00 Uhr

Wissenschaftliche Tagung

„Hacks in der Unterwelt“ – 14. Peter-Hacks-Tagung

Zum Thema „»Hacks in der Unterwelt« – Das poetische Werk nach ’89“ veranstaltet die Peter-Hacks-Gesellschaft im November 2021 ihre 14. Wissenschaftliche Tagung zu Leben und Werk des Dichters.

Link zu Google-MapsMagnus-Haus, 10117 Berlin, Am Kupfergraben 7

„Hacks in der Unterwelt“
– Das poetische Werk nach ’89

14. Wissenschaftliche Tagung der Peter-Hacks-Gesellschaft

Das Ende der DDR stellte für Peter Hacks einen wichtigen Einschnitt dar. Für ihn war die politische Zäsur 1989 zugleich eine poetologische. Dennoch ist das Werk des Dichters, das nach der Maueröffnung entstand, umfangreich. Mit ihm befasst sich die Hacks-Tagung 2021.

Seit seiner Übersiedlung in den sozialistischen deutschen Staat hatte Hacks auf dessen Bedeutung gebaut. Die politische Zäsur 1989 war für ihn zugleich eine poetologische. Seine Adaptionen von Jacques Offenbachs »Orpheus in der Unterwelt« verarbeiten die Lage, in die Hacks geraten war. Dennoch: Besonders in der ersten Hälfte der vierzehn Jahre, die Hacks nach der Maueröffnung noch lebte, entstand ein umfangreiches Werk, das alle für ihn relevanten Textgattungen umfasst. Neben mehreren Essays und Miszellen, zahlreichen Gedichten, einer Erzählung, einem Kinderroman sowie einer Handvoll Märchen sind das elf »Späte Stücke« und drei Dramoletts. Auch die späte Fassung des »Numa« fällt in die Zeit nach 1990. Wenn auch die Reihe von Inszenierungen dieser Stücke überschaubar ist, so sind sie doch ebenso wie die späten Gedichte immer wieder vom politischen Feuilleton rezipiert worden. Die Zahl wissenschaftlicher Analysen ist dagegen geringer. Dem will die geplante Tagung abhelfen.

Termin: Sonnabend, 13. November 2021
Ort:  Magnus-Haus, Berlin
Am Kupfergraben 7, 10117 Berlin-Mitte
10 Uhr bis 18 Uhr

Die Tagungsgebühr beträgt 30 Euro / ermäßigt 20 Euro

Die Anmeldung zur Teilnahme an der Tagung kann schriftlich, telefonisch oder per E-Mail bis 5. November 2021 erfolgen. Sie ist zu richten an:

Peter-Hacks-Gesellschaft e. V. Burkhard Schmidtke, Torstraße 6, 10119 Berlin, Telefon (030) 23 80 91 29, E-Mail: b.schmidtke@peter-hacks-gesellschaft.de

Hinweis: Aufgrund der geltenden rechtlichen Bestimmungen ist bedingt durch die Art der Veranstaltung und die örtlichen Gegebenheiten eine Teilnahme nur für Besucher erlaubt, die entsprechend den behördlichen Vorgaben vollständig geimpft oder genesen sind.